Kraftmessketten in der Bandzugmessung

Überall dort, wo laufende Materialien kontinuierlich verarbeitet und veredelt werden, spielen die Zugkräfte im Werkstoff angesichts immer höherer Prozessgeschwindigkeiten und Qualitätsansprüchen eine zunehmende Rolle.
Das gilt für die Fertigung und Verarbeitung von Drähten und Kabeln ebenso wie für bahnförmige Materialien, z. B. Kunststoff, Textil, Papier und Metall.
Da die Zugspannung in den bewegten Bahnen nicht unmittelbar erfasst werden kann, misst man die Kraftwirkung an den Umlenkwalzen. Die Werte sind bei entsprechender Auslegung den Bahnzügen proportional.

Wegen eventueller unsymmetrischer Lastverteilung werden in der Regel an beiden Walzenenden die Kräfte gemessen. Das Kernstück der Aufnehmer ist ein für die auftretenden Kräfte ausgelegtes Sensorelement mit DMS. Nachgeschaltete Verstärker, z. T. mit Busankopplung bereiten die Signale entsprechend auf.

Die „Standard“ - Messkette besteht aus 2 Sensoren und einem Verstärker. Bei Bahnverlauf in der Walzenmitte und bei geringeren Genauigkeitsanforderungen kann auf den zweiten Sensor verzichtet werden. Der Verstärker mit Analogausgang liefert Spannungs- bzw. Stromsignale. Abhängig von der Messleitungslänge werden Feldgehäuse oder Schaltschrankversionen eingesetzt. Die busfähige Verstärkervariante ermöglicht es, den Kraftwert direkt mit dem verwendeten Feldbus weiter zu verarbeiten.


Geschlossener Regelkreis

 

 

 

Kraftmesssystem