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Ich habe einen Messfehler. Was kann ich tun?

Für Messfehler kann es verschiedene Gründe geben. Beim Auftreten eines Messfehlers sollten zunächst folgende mögliche Ursachen geprüft werden. Falls diese Fehlerquellen ausgeschlossen werden können, wenden Sie sich bitte an uns.

 

  • Erhöhte Reibungskräfte durch defekte Walzenlager
  • Reibung durch Drehein- oder Durchführungen, z.B. bei gekühlten Walzen
  • Kontakt des Walzenmantels mit Andruckwalzen, Abstreifern oder Bürsten
  • Antriebe oder Bremsen an der Messwalze
  • Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte bei Drehzahländerungen
  • Biegekräfte in der Materialbahn beim Auf- und Ablauf von der Walzenoberfläche
  • Einbaulage der Sensoren weicht von der Konstruktionsvorgabe ab
  • Anzugsdrehmomente der Befestigungsschrauben nicht eingehalten
  • Fest- und Loslageranordnung nicht korrekt montiert
  • Flüssigkeiten in den Innenraum der Sensoren eingedrungen

 

 


Warum zeigt mein Verstärker ständig 4 mA oder 0 V an?

 

Der Stromausgang zeigt ständig 4 mA an:

• Liegt am Spannungsausgang eine negative Spannung an, dann muss der Nullpunktabgleich ohne Messlast neu durchgeführt werden.

Der Spannungsausgang zeigt ständig 0V:

• Brückenspeisespannung überprüfen
  - Kurzschluss durch Sensor
  - Verstärker defekt


• Verstärkereingangssignal bzw. Sensorausgangssignal überprüfen
  - Sensor im Bewegungsspielraum eingeschränkt
  - Messrichtung des Sensors zeigt nicht in die gleiche Richtung wie die tatsächlich wirkende Kraft
  - Sensor defekt


Ist mein Sensor defekt?

 

• Unbelasteten Sensor an Verstärker anschließen und Signalspannung messen

- Korrekter Wert: 0 mV
-Werte von bis +- 1 mV unbedenklich
-Werte bis +-1,6fach Nennausgangssignal: Sensor wurde überlastet. Je nach Belastungsrichtung eventuell nutzbar
-Werte bis +-25 mV: Sensor wurde überlastet. Bei Verstärkern mit Nullpunktabgleich eventuell Nutzbarkeit möglich
-Werte größer +-25 mV: Sensor defekt oder falsch angeschlossen
-Werte bei halber Brückenspeisespannung: Kabelbruch oder falsch angeschlossen

 

• Eingangswiderstand und Ausgangswiderstand ohne Verstärker durchmessen

-Widerstände sollten ungefähr gleich sein, wobei der Eingangswiderstand den bis zu 1,5fachen Wert des Ausgangswiderstands betragen darf
-Typische Ausgangswiderstände sind 350 Ohm, 700 Ohm, 1000 Ohm, 1400 Ohm und 2000 Ohm

• Widerstand zwischen Sensorgehäuse und einzelnen Adern (Isolationswiderstand) ohne Verstärker messen

-Der Widerstand muss größer als 10M Ohm sein